Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 64 (Dezember 2004)

Fischapreis United

Interview mit Christian Benduhn

von Cosima/YPR

Der „Fischapreis“ ist ja schon lange nichts Unbekanntes mehr. Im Jahr 2004 gab es jedoch besondere Highlights: dreimal fand der „Fischapreis United“ statt. Am 21. Februar in unserer Gemeinde (Youthpaper berichtete), am Jesus-Tag (11.9.) auf dem MV-Stadtplatz und am 20.11. wieder im Saal der ApoJo. Das bedeutete, dass unsere beiden Gemeinden zusammen ein Event für junge Leute kreierten, bei dem gebetet, gechillt, geknabbert, einer Andacht gelauscht und vor allem gelobpreist wurde.

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Inhaltlich drehte sich beim letzten Fischapreis alles ums Thema Sündenvergebung durch Jesu Tod und Auferstehung. Geleitet wurde der Abend vom Fischapreis-Team sowie ein paar Leuten der DTS („Discipleship Training school“, übersetzt: Jüngerschaftsschule). Höhepunkte des Abends waren das Drama mit Musik unter dem Motto „My redeemer“ sowie eine Tanzaufführung.

Alle drei „Fischapreis United“-Abende waren hervorragend gut besucht. In unserem Gemeindesaal fanden sich jeweils ca. 100 Leute ein und beim JesusTag-Fischapreis kamen rund 500 Leute.

Kurzum: Das macht Lust auf mehr. Deswegen wollten wir von der YP mal hinter die Kulissen sehen und interviewten Christian Benduhn, den Leiter des Fischapreis-Teams der APG.

FotoYP: Hallo Christian! Wie ist die Idee zu Fischapreis entstanden?

CB: Im Jahr 2001 saßen wir (meine Frau Claudia sowie Daniela und Manuel Scholz) zusammen und haben Fischapreis gegründet. Die Idee war: eine Kirche, so wie wir sie uns vorstellen.
Geistlich waren es die gleichen Ziele wie die unserer Hauptgemeinde, nur die Umsetzung sollte in einer anderen Form geschehen - mit der Vision, Menschen freizusetzen und Gott anzubeten. Die Struktur war:

  1. Wir gründen einen Hauskreis (für uns Leiter)
  2. Monatliche Gebets- und Lobpreisabende für junge Christen.
  3. Zusätzlich bieten wir Fischapreisevents an, die unregelmäßig stattfinden. Diese sollen ein niederschwelliges Angebot für so genannte Kirchenfremde sein.

Diese Lobpreis- und Gebetsabende haben wir vom Organisationsteam auf den Namen „Fischapreis“ (eine Mischung aus den Worten „Fisch“ und „Lobpreis“) getauft. Sie finden nun bereits seit drei Jahren statt und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und Teilnehmerzahl.

YP: Was bedeutet Dir der Fischapreis United?

CB: Der Fischapreis United bedeutet mir (uns) sehr viel. Wir schätzen es sehr, im MV zusammen mit unserer Nachbargemeinde Gemeinschaft zu haben. Das ist unser Gebetsanliegen, dass die Beziehungen unter den Gemeinden wachsen. Ich denke, das ist auch die Tür zu unseren Nachbarn im Viertel (lies Johannes 13, Verse 34 - 35) Wenn diese Liebe erkennbar ist, dann ist das auch anziehend für andere im Märkischen Viertel. Das ist Gottes Verheißung. Wir sind mit Fischapreis United noch ganz am Anfang, ich glaube, dass noch sehr vieles möglich ist. Entscheidend sind unsere Treue zum Herrn und unsere Liebe untereinander.

YP: Was gehört für Dich zu einem Fischapreis?

CB: Zuerst einmal ist es ein Lobpreis- und Gebetsabend von jungen Menschen für junge Menschen. Die jungen Mitarbeiter sollen die Abende so gestalten, wie sie sie selbst gern als Teilnehmer hätten. Die Mitarbeiter sollen sich frei entfalten können und mit Spaß und Motivation bei der Sache sein.
Jeder Fischapreis-Teilnehmer soll ermutigt werden, Freunde und Bekannte mitzubringen. Die gute Nachricht von Jesus Christus soll bei allen Abenden im Mittelpunkt stehen. Christen sollen in ihrem Glauben ermutigt und gestärkt werden. Kirchenfremde Jugendliche sollen herausgefordert werden, sich mit dem Glauben auseinander zu setzen und ihn für sich selbst zu entdecken.

FotoYP: Welche Perspektive habt Ihr und welches Potenzial seht Ihr in Bezug auf das MV?

CB: Seit Beginn von Fischapreis war es uns immer ein Anliegen, junge Menschen anzusprechen, die noch nicht viel Erfahrung mit dem christlichen Glauben gemacht haben. Aufgrund der bisher beschriebenen Erfahrungen entstand im Fischapreis-Team die Idee, ein neues Konzept auf Basis der Fischapreis-Abende ins Leben zu rufen. Geplant ist eine Reihe von Jugendgottesdiensten mit stark missionarischer Ausrichtung. Dabei sollen die bisher bewährten Elemente wie der musikalische Schwerpunkt und die sehr jugendorientierten Andachten der Fischapreis-Abende übernommen werden und um viele weitere Aspekte erweitert werden.
Weiterhin soll im gesamten Märkischen Viertel und soweit möglich auch darüber hinaus für die Events geworben werden. Dabei sollen gezielt die Jugendlichen und jungen Erwachsenen angesprochen werden. Als Bezugspunkt soll dabei die Musik dienen. Zusätzlich zur Musik soll zu jedem Gottesdienst eine zeitgemäße Andacht gehören mit einem „aktiven Teil“, die von jungen Erwachsenen der Apostel-Petrus-Gemeinde oder jungen Menschen anderer Gemeinden gehalten wird. Wir wollen mit den kirchenfremden und konfessionslosen Jugendlichen auf der gleichen Ebene stehen und sie dort ansprechen, wo wir uns als Jugendliche und junge erwachsene Christen auch angesprochen fühlen. Wir wollen authentisch sein und dabei zeigen, dass wir als Christen nicht andere Menschen sind, sondern die gleichen Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen haben. Wir wollen mit diesen Gottesdiensten aber auch bewusst unseren gelebten Glauben zeigen, der uns Hoffnung und eine Perspektive im Leben gibt und somit die jungen Menschen im Märkischen Viertel herausfordern, sich mit diesem Glauben auseinanderzusetzen und ihn für sich selbst zu entdecken.

YP: Danke für das Gespräch!!!

 
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