Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 53 (April 2002)

CVJM aktuell

von Axel/YPR

Foto: CVJM-Fahne   Viele haben es schon unternommen, Bericht zu geben von der Geschichte, die unter uns geschehen ist. So habe auch ich's für gut gehalten, nachdem ich alles von Anfang an sorgfältig erkundet habe, es für dich, hochgeehrter Leser, in guter Ordnung aufzuschreiben.

Es war in den Tagen des Gernots, des Pfarrers von ApoJo, ...okay - ich fasse mich kurz: Der CVJM der Apostel-Johannes-Gemeinde wurde gegründet und inzwischen sind wir nicht nur eingetragener Verein, sondern auch als gemeinnützig anerkannt (vorläufig :-).

Aber warum? Hatte da jemand Langeweile? Sind wir jetzt unter dem Oberkommando von CVJM-Generälen? Oder will sich gar die Jugendarbeit von der Gemeinde distanzieren und herrscht jetzt in Eigenregie?

Alles falsch? Ja. Aber ein Fünkchen Wahrheit gibt es dennoch:
Foto: Waldsieversdorf 2002   "Eigenregie" oder viel treffender Verantwortung übernehmen.

Mit der Gründung des CVJM's haben wir uns dazu entschieden selbst Verantwortung für die Jugendarbeit in unserer Gemeinde zu übernehmen. Nicht der bzw. ein Pfarrer "macht" einfach die Jugendarbeit. Das wäre ohnehin schwer, da eine halbe Pfarrerstelle gekürzt wurde.

Die Jugendarbeit ist jetzt für uns ein Ort, wo wir umsetzen, was Jesus uns aufgegeben hat: Seine gute Nachricht weiterzugeben und Jugendliche beim "Glauben" zu begleiten und mit ihnen zu gehen. Wir sind also nicht in Eigenregie, sondern haben immer noch unseren Regisseur im Himmel.

"Distanziert" oder abgetrennt von der Gemeinde sind wir deshalb nicht. Ich würde sagen, wir sind nur noch mehr verbunden. Das ist auch gut so, denn wir sind ein Teil oder Glied des Körpers Gemeinde und wir wären ohne die Gemeinde genauso verstümmelt, wie die Gemeinde ohne uns.
Foto: Waldsieversdorf 2002   Und was haben wir jetzt mit "CVJM-Generälen" am Hut?

Nun der CVJM, seine Mitarbeiter und Sekretäre (ja, auch der Generalsekretär) spielen für uns weniger eine Rolle als Kommandierende, sondern sind eigentlich uns unterstellt. Das will ich dir kurz erklären: Als CVJM der ApoJo kümmern wir uns um die Jugendlichen und ihren Glauben, machen für sie Programm, verbringen Zeit mit ihnen und einiges mehr. Und wer kümmert sich um uns? Wer ist für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen da, die im CVJM mitarbeiten? Wer sorgt dafür, daß sie überhaupt wissen, was sie tun sollen und wer gibt ihnen Mut und Motivation?

Einfach Antwort: Gott. Alles ander wäre vermutlich auch fatal. Es ist aber nicht selten, daß man wieder neu Zugang zu dieser Kraft finden muss oder man wieder wirklich Gott als den sehen muss, der mich dazu bewegt mitzuarbeiten. Genau dazu (ge)braucht Gott Menschen in seinem Auftrag.
Foto: Die Burg Wernfels   Das sind Aufgaben, die man alleine als Gemeinde nie voll bewältigen kann. Daher ist es gut, wenn es Mitarbeiter im CVJM-Ostwerk (dem wir angehören) gibt, die für uns da sind, Schulungen veranstalten und sich um ihre Vereine & die Mitarbeiter kümmern.

Ich will mal nur das jährliche Jugendmitarbeiter-Seminar in Waldsieversforf nennen, daß in diesem und im letzten Jahr von einigen von uns wahrgenommen wurde. Hört sich an wie Schule? Falsch. Lernen kann auch Spaß machen. Z.B. wenn man einfach mal praktisch ausprobiert wie denn das Jungschar-Spiel so in der Praxis funktioniert (und merkt, daß die Jungens uns Mädels damit riesen Fun haben werden, weil es einem selber Spaß macht). Natürlich ist man da nicht den ganzen Tag am lernen, sondern kann auch von Gott hören, selber gefordert werden, Singen (macht einfach Spaß mit 40 Leuten), Freizeit haben und noch ein paar Dinge mehr. Kann ich dir nur empfehlen, wenn du dich nur ein kleines Stück für Mitarbeit interessierst.
Foto: Mit den Augen von Jesus sehen   War jetzt trotzdem jemandem zu "langweilig", und hätte man das mit Kirche allein nicht auch alles hin bekommen?

Der CVJM ist auch ganz besonders für uns keine entweder/oder-Entscheidung, sondern eine weitere offene Tür der Möglichkeiten.

Weltweit gibt es den CVJM, weltweit arbeiten wir auch Hand in Hand an Gottes Reich und unterstützen uns dabei gegenseitig. Konkret wird das für uns an Freizeiten, wie dem Mitarbeiterkongress auf der Burg Wernfels, der im März diesen Jahres stattfand. Die lange Fahrt von Berlin nach Bayern hätte sich alleine schon wegen der tollen Behausung in der Burg gelohnt, aber das war nicht das einzige Lohnenswerte in diesen drei Tagen. Gemeinsam haben wir in Gottesdiensten zu mehreren hundert CVJM-Mitarbeitern Gott gefeiert und angebetet. Wir hatten Zeit über unsere Arbeit in den CVJM's nachzudenken und konnten neue Visionen für die Zukunft aufkommen lassen. Wie können wir in der kommenden Zeit Jugendliche für Jesus gewinnen und sie begleiten? Das ist die Kernfrage für den Verantwortungsbereich in unserem CVJM und es ist einfach klasse, daß wir mit der Bewältigung dieser Aufgabe nicht in unseren vier Wänden hocken müssen, sondern uns gegenseitig Ideen geben können und aus den Erfahrungen anderer schöpfen können.
Foto: Kongress auf der Burg Wernfels   "Mit den Augen Jesu" war das Motto des Kongresses in Wernfels. Wenn wir versuchen mit seinem Blick auf unsere Gemeinde und ihre Jugend zu schauen, dann sind wir auch dafür bereit, unseren Gemeindekoffer zu packen und mit unserer Jugendarbeit auf die Reise zu gehen und dem Weg zu folgen, den Gott für uns schon bereit hält. Nicht nur wir als Mitarbeiter, oder der Vorstand, oder die Pfarrer, sondern alle, die einen Platz für die Jugendarbeit in ihrem Herzen haben. Wir können dabei mutig vorangehen, denn auch grob 2000 Jahre nach Christus sind viele junge Menschen offen für seine Nachricht und möchten Ihn erleben. Geben wir ihnen die Chance.


 
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