Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 53 (April 2002)

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Johannes 15,9-17

von Cosima/YPR

Dieser Text hat es in sich. Also zückt Eure Bibeln und lest ihn mal durch. Zum besseren Verständnis habe ich ihn in drei Abschnitte geteilt. So. Auf geht’s!

  1. Jesus als Vorbild der Liebe
    (Vers 9-13)

    Jesus schlüsselt die ‘Liebe’ in unterschiedliche Aspekte auf: Was ist Liebe? Hier heisst es: Gottes Gebote halten. Das meint wiederum, Nächstenliebe zu üben. Und zwar so, wie Jesus es tat! Ich denke, wenn wir uns Jesu Leben anschauen, können wir viel von Ihm lernen – besonders im Bezug auf unsere Mitmenschen heute. Und dann nennt Jesus die höchste Stufe der Liebe: wenn jemand sein Leben für seine Freunde hingibt. Wenn er sich also für die einsetzt, die ihm wichtig sind. Kann Liebe schön sein... Wer liebt? Das ist zunächst einmal Gott. Er, der alles geschaffen hat, liebt seine Menschen. Jeden einzelnen! Ist das nicht ein Grund, Ihm für Sein Entgegenkommen zu danken, und Ihn ‘zurückzulieben’? Dann fällt es vielleicht auch nicht mehr schwer, auch unseren Nächsten mit den liebenden Augen unseres Gottes zu sehen! Muss Liebe schön sein... Wie kann man an der Liebe dranbleiben? Liebe kann und soll zur Lebensaufgabe werden. Das heisst, dass es keinen Punkt gibt, an dem Gott mir sagt: “Ok, Du hast genug geliebt. Jetzt ruh dich aus und lass mal die anderen ran!” Nee. So natürlich nicht! Lieben ist immer ein Geben und Nehmen. Gott stattet uns mit seiner Liebe aus, damit wir in die Welt gehen können, um IHN unseren Mitmenschen näherzubringen. Ihnen zu helfen. Ihnen beizustehen. Eben sie zu lieben. Und wenn uns die Power ausgeht, dann dürfen wir wissen, dass Gott uns sieht und uns wieder mit Seiner Liebe füllt.

  2. Nicht Untergebener sondern Freund
    (Vers 14+15)

    Revolution! Durch Jesus ist das eigentliche Verhältnis zwischen Gott und Mensch aufgehoben. Wir, die wir uns doch täglich durch unser Tun von unserem Schöpfer entfernen, werden auf einmal zu Freunden Gottes! Doch klingt es nicht etwas hart, dass man nur dann Gott zum Freund hat, wenn man das tut, was Er will? Herhören: Für Gott ist jeder Mensch etwas ganz Besonderes! Und Er will keinen von uns im Stich lassen. Somit soll die Frohe Botschaft von der Liebe Gottes unter den Menschen bekannt werden. Und weil Gott niemanden ausschliesst, dürfen wir alle zu Seinem Freundeskreis gehören. Für die Jünger damals war es vielleicht greifbarer als für uns heute – aber es gilt noch immer. Vielleicht doch das Idealbild einer Freundschaft?

  3. Gottes erste Wahl
    (Vers 16+17)

    Gott hat sich für die Welt entschieden. Für restlos jeden Menschen! Ohne dass wir etwas dazu tun müssen. Wir alle sind ‘erwählt’ (=ausgesucht, bestimmt), Gottes Wort weiterzugeben. ‘Fruchtbringen’ heisst soviel wie gute Werke tun, ein christliches Leben führen, Gott mit seinem Leben ehren. Das ist natürlich wichtig. Aber denkt immer daran, dass Gott zuerst etwas für euch getan hat! Daraus lässt sich Kraft schöpfen. Und noch ein Versprechen fügt Jesus an: was auch immer wir in Jesu Namen von Gott erbitten, das wird Er uns geben. Vielleicht nicht ein dickes Auto oder den Designer-Anzug. Aber ganz bestimmt Seinen Segen und Seine Nähe! Amen.

 
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Rubrik Glauben