Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 38 (Dezember 1998)

Die Bibel

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

von Martin/YPR

Mir aber ist's ein Geringes, daß ich von
euch gerichtet werde oder von einem
menschlichen Gericht; auch richte ich
mich selbst nicht.

Ich bin mir zwar nichts bewußt, aber
darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr
ist's aber, der mich richtet.

Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der
Herr kommt, der auch ans Licht bringen
wird, was im Finstern verborgen ist, und
wird das Trachten der Herzen offenbar
machen. Dann wird einem jeden von
Gott sein Lob zuteil werden.

1. Korinther 4, 3-5

Wem ist es noch nicht passiert? Man begegnet einem Menschen und denkt, Oh Mann, sieht der bescheuert aus. Mir selbst ist das früher auch so gegangen. Ich reagierte genauso, und ich habe mir dabei nie was gedacht.

Wie sich jetzt jeder denken kann, spricht Paulus nicht von dieser Art Richten. Paulus meint damit, dass man nicht schlecht reden soll von seinen Mitmenschen. Mit anderen Worten: Wer lästert sollte überlegen, ob er nicht mehr Heide ist als Christ.

Christus hat uns gelehrt, dass wir unseren Nächsten lieben sollen und nicht, daß wir seine Makel ankreiden sollen.

Dies sind nämlich wahrhaftig keine christlichen Tugenden.

Ich weiß, das man oft unbewußt lästert, doch ist dies keine Entschuldigung. Es heißt zwar in Psalm 19, 13: "Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden."

Doch was ist verborgen und was ist offen? Am besten wäre, wie würden einfach keine Sünden mehr begehen! Doch leider sind wir Menschen und begehen am laufenden Band Sünden, aber solange wir bekennen und uns versuchen zu bessern wird uns Gott verzeihen und helfen.

Doch sollten wir Gott keine falschen Versprechen geben, sonst wird uns Gottes Gericht richten, und Gott kann man nicht täuschen. Deswegen sage ich Euch: Hütet euch vor dem Richten, auf das ihr nicht gerichtet werdet.

 
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Rubrik Glauben