Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 58 (Februar 2003)

Musik & mehr

LIFEHOUSE

von Cosima/YPR

Foto   An einem schönen Abend Anfang Dezember hielt ich sie plötzlich in der Hand: Die (neueste) zweite CD „Stanley Climbfall“ von der christlichen US-amerikanischen Band Lifehouse. Gesponsert wurde die CD der Youthpaper von Motor-Music, einem CD-Vertrieb, der auch im Internet zu finden ist. Anbei gleich noch ein Abriss der Bandgeschichte… An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Patricia Stohmann! Dieses Präsent inspirierte mich natürlich, hier in der YP dieses Album mal vorzustellen! Wer sich unter Lifehouse noch nicht so recht etwas vorstellen kann, dem sei deren Homepage empfohlen: www.lifehousemusic.com bietet neben vielen Fotos natürlich auch die Entstehungsgeschichte, Tourdaten sowie Anspielmöglichkeiten einzelner Songs und Videos. Aber ich will von vorne anfangen: Lifehouse gibt es erst seit ein paar Jahren. Währenddessen änderte sich die Formation der Band einige Male. Heute ein Quartett, besteht die Gruppe aus Jason Wade (Gesang, Gitarre), Sergio Andrade (Bass), Rick Woolstenhulme (Schlagzeug) und Sean Woolstenhulme (Gitarre). Ihr Stil hat sich zwar im Laufe der zwei Alben nicht grundsätzlich verändert, jedoch ist die Motivation, die hinter „Stanley Climbfall“ steht, anders, als sie es noch beim Debüt-Album „No Name Face“ war! Beide Produktionen gefallen mir persönlich sehr gut. Und wem melodiöser (Gitarren-)Rock plus einer sehr eindringlichen und –gänglichen Stimme plus vielen netten Ideen und zudem christlichen Inhalten zusagt, dem sei die am 25.11.02 erschienene “Stanley Climbfall“ wärmstens empfohlen! Nun aber wirklich zu den Anfängen: Gründungsmitglieder und gleichzeitig Freunde Jason Wade und Sergio Andrade, die sich in L.A. kennen lernten, hatten von Beginn an Gemeinsamkeiten: Ihre Eltern waren in der Mission tätig (daher der christliche Einfluss seit der Jugendzeit), außerdem verbanden sie ihre musikalischen Interessen. Jason fing früh an, Texte zu schreiben und Lieder zu komponieren. Sergio lernte ebenfalls im Teenageralter, E-Bass zu spielen. 1996 traten sie – zusammen mit einem Drummer, der später durch Rick Woolstenhulme ersetzt wurde – erstmals unter dem Namen „Blyss“ in kleineren Clubs, Colleges und sogar Kirchen auf. Aus "Blyss" wurde "Lifehouse"...
Foto   Ihr Entdecker, Ron Aniello, ebnete ihnen den Weg für die erste CD und ermöglichte Lifehouse die Bekanntschaft mit ihrem späteren Manager Jude Cole. Inzwischen war der vierte Mann im Bunde dazugekommen: Der Bruder von Rick, Sean, ergänzte seitdem als Leadgitarrist die Lifehouse-Formation. Mit Rons Hilfe erschien das erste Album aus dem Hause Lifehouse „No Name Face“ im Juni 2001 bei DreamWork Records. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. 22.000 Käufer fand die CD und bekam dafür zweimal Platin. „Hanging by a moment“, eine Single daraus, wurde zum meist gespielten Radiosong des Jahres 2001 und landete auf dem ersten Platz der amerikanischen Billboard-Charts (in der Kategorie ’Modern Rock Tracks’). Wie ging es dann weiter? Die zweite – schon erwähnte – CD von Lifehouse erschien im November 2002 (ist also noch relativ frisch). Der Titel „Stanley Climbfall“ ist zwar ungewöhnlich, doch kein Geheimnis. Da sich alles auf dieser CD ums Thema ‚Vorwärtsgehen’ dreht, ist auch der gleichnamige Song „Stanley Climbfall“ thematisch auf dieser Schiene. Dazu ein Zitat von Jason Wade: „Jeder erlebt Höhen und Tiefen. Nach einigen Wortspielen wurde der Titel eines Songs „Stand. Climb. Fall“[zu deutsch etwa ‚Stehen. Klettern. Fallen’] in einen Alltagsnamen übertragen“. Somit entstand ‚Stanley Climbfall’ – eine Metapher für jemanden, der Schönes und Schwieriges erlebt. Denn genau aus diesen Extremen (und den Übergängen zwischen ihnen) besteht für ihn das Leben, so sagt Wade.
Foto   Auch wenn sie keine offensichtlich christliche Botschaft in ihren Songtexten ausformulieren, so klingt doch an, dass Jason Wade und Co. von einer christlichen Weltsicht geprägt sind. Das zeigt sich u.a. dann, wenn sie auf ihrem Album „Stanley Climbfall“ klarstellen, dass man am Glauben nicht zweifeln soll, wenn es im Leben mal `rauf und `runter geht. Anstelle dessen sollte man diese „Downs and Ups“ als Teil des Lebens einfach akzeptieren, so der Sänger.

Als Anspieltipps empfehle ich „Wash“ und – für ruhigere Gemüter – „My Precious“. Das Booklet ist übrigens auch sehr aufwendig gemacht und enthält die kompletten Songtexte – also auch etwas für die Augen!

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Hören dieser sehr schönen CD!
 

 
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