Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 43 (November 1999)

BEYOND

von Axel/YPR

Es war eimal vor einigen Wochen, als ich in der Stadtbücherrei nach einigen Büchern über den Palast der Republik und das Staatsratgebäude suchte, da fand ich ein Buch mit dem Titel "Evangelische Kirchen in Berlin" (G. Kühne, E. Steohani; CZV Verl. Berlin 1978) und stieß dabei neben anderem Interessanten z.B. über die Kaiser-Wilhelm-Gedächniskirche prompt auf Artikel über unsere Gemeinde:
 

Also dem alten Senfkorn-Gemeindehaus und dem Gemeindezentrum DWW Weg 167. Diese Artikel möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten und drucken sie daher im Folgenden ab:
 

Gemeindezentrum Apostel-Johannes
Märkisches Viertel · Dannenwalder Weg 167

 

Eingezwängt zwischen den Brandmauern einer Grundschule und eines sechsgeschossigen Wohnblockes mußte das Zentrum der neuen Kirchengemeinde geplant werden, bevor die Gemeinde selbst existierte. Sie wurde erst 1972 von der Apostel-Petrus-Gemeinde abgetrennt. Architekt des 1971 fertiggestellten und am 14. März 1971 eingeweihten Baues war die Gruppe NGP (Neumann, Grötzebach, Plessow). Das Raumprogramm („Haus unter Häusern“) wurde so geordnet, daß von dem knapp bemessenen Grundstück möglichst viel erhalten blieb: eine kleine Gartenfläche vor der Wohnseite des Hauses, die zu den Grünflächen der Nachbarbebauung überleitet, und ein großer Vorplatz. Der Wohnflügel mit geputzten Wandflächen ist von der Straße zurückgesetzt, der Gemeindeflügel, ein Sichtbetonbau, stößt in den Straßenraum vor.
 

Ebenerdig liegen die Jugend- und Konfirmandenräume, Schwesternstation und drei Mitarbeiterwohnungen. Über eine gedeckte Freitreppe erreicht man das Hauptgeschoß mit einer Kirche, dem Gemeindesaal, den Gemeindebüros und dem Übergang zur Pfarrwohnung. Kirch- und Saalbereich lassen sich durch eine dazwischen liegende Pufferzone erweitern und so zu einer langgestreckten Einheit zusammenfügen. Der Altarbereich der Kapelle liegt nach Osten. Raumzuschnitt, Lichtführung und die Bestuhlung lassen Nutzungsänderungen zu. Im Jahre 1974 baute die Firma Roman Lisch eine neue Orgel in die Kirche ein. Mit 19 klingenden Registern, verteilt auf 2 Manuale und ein Pedal, zählt sie zu den klangschönsten Orgeln im Nordberliner Raum. Im 2. Obergeschoß liegen Clubräume und eine zweite Pfarrwohnung.
 

Die ApoJo

Gemeindezentrum Senfkorn
Märkisches Viertel · Senftenberger Ring 29

 

Die jüngste Gemeinde im Märkischen Viertel ist die Senfkorn-Gemeinde, die am 1. Dezember 1974 von der Apostel-Petrus-Gemeinde abgezweigt wurde. 1976 erhielt sie ihr Gemeindezentrum, das Architekt Erich Ruhtz aus Fertigbauteilen, die an anderer Stelle nicht mehr benötigt wurden, aufbaute. Am 12. September 1976 wurde es eingeweiht. Die eingeschossige Baugruppe enthält 16 Räume, die für die verschiedenen Zwecke der Gemeinde genügen. An dem Platz des heutigen Gemeindezentrums, einer Grundschule und einem Abenteuerspielplatz benachbart, wurden indes schon seit Mai 1973 Gottesdienste gehalten.
 

Das ehemalige Senfkorngemeindehaus am Senftenberger Ring 29 hat einen neuen Namen bekommen. Es wurde nach der Umbauphase als

 
 

Berlin: Märkisches Viertel
Wie man sieht hat sich auch im Zentrum viel verändert. Die Entscheidung, ob das in jedem Fall positiv oder negativ war bleibt jedem selbst überlassen.  
Mehr aus Nr. 43