Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 56 (November 2002)

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

1. Korinther 3,11

von Cosima/YPR

„Das Fundament, das bei euch gelegt wurde, ist Jesus Christus.
Niemand kann ein anderes oder gar besseres Fundament legen."

(1. Korintherbrief, Kapitel 3, Vers 11
Übersetzung aus der Hoffnung für alle)

Am 31.Oktober war Halloween. So blinkte es uns jedenfalls aus allen Geschäften und Schaufenstern entgegen. Vor dem allgemeinen USA-Boom jedoch verband man mit diesem Tag ein anderes Fest: nämlich den Reformationstag. Leider geht uns evangelischen Christen die Erinnerung an dieses Ereignis immer mehr ab – bei all den Kürbisköpfen… Naja, wie Ihr vielleicht wisst, steht über jedem Kirchenfest ein besonderes Losungswort. Und für diesen besagten Reformationstag wurde das oben stehende Wort ausgewählt. Es soll aber nicht nur für diesen Tag gelten (der ja eh schon vorbei ist) sondern soll unser ganzes Leben prägen. Lust auf Losung? Dann grübelt doch einfach mal mit mir über diesen Vers…

Ok… ein Fundament. Habe ich so was überhaupt? Hier geht es nicht um ein Fundament im engeren Sinne, z.B. für ein Haus. Vielmehr geht es um etwas, das unser gesamtes Leben umfasst: unsere Beziehungen, unseren Lebensstil, unseren Glauben… all das braucht eine tragfähige Basis. Aber wie sieht so ein Fundament aus? Was erwarten wir von ihm? Und: hat nicht jede/r eine andere Vorstellung von dem, was ihr/sein Leben ausmachen soll? Dieses Wort vom Apostel Paulus richtet sich zwar an die Korinther – aber herhören! Hier sind alle Christen (und die, die es werden wollen!) gemeint. Wie die Bibel nun mal ist, redet auch Paulus hier ziemlich radikal und eindeutig. Er sagt, dass Jesus das beste Fundament, d.h. die beste Basis für unser Leben ist. Gott hat also nicht nur ein Fundament in uns gelegt – nein, Gott selbst ist die Basis, auf der wir unser Leben bauen sollen! ER möchte der Boden sein, auf dem wir mit beiden Beinen im Leben stehen. Dennoch sollen wir Christen nicht abgehoben wirken. Fehler sind also erlaubt. Wichtig ist aber, dass wir uns das zu Herzen nehmen, dass Jesus unsere ‚Homebase’ ist. ER will uns Orientierung geben und uns dabei helfen, das Leben zu meistern. Das finde ich toll bei Jesus: ER ist kein Oberlehrer sondern will einfach ein Ansprechpartner für uns sein. Sozusagen das Licht, das uns mitten im Dunkeln aufgehen soll… Und so kann sich jede/r selber fragen: Wurde in meinem Leben ein solches Fundament gelegt? Vielleicht in Ascheberg? Oder im Gottesdienst? Oder auch im Jugendkreis? Es ist nicht wichtig, wo wir mit diesem Fundament bekannt gemacht wurden – es kommt nur darauf an, dass wir uns immer wieder daran erinnern, dass Gott bei uns ist – und dass uns niemand etwas anhaben kann, wenn wir auf Gott, das Beste seit es Fundamente gibt, vertrauen. Amen!

 
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Rubrik Glauben