Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 54 (Juni 2002)

Musik & mehr: P.O.D.

von Cosima/YPR

Cover   "Wat? Wer bist du denn?" Überraschung! Heute soll es um eine Band(e) gehen, von der ich bis vor zwei Monaten selber noch nicht wusste, dass dies Christen sind. Ihr Name ist allseits bekannt! Es handelt sich um das Quartett "Payable on Death". Ihrerseits Mittelamerikaner, die sich der Musik verschrieben haben. So weit ich weiss, machten sie sich bereits auf dem christlichen Musiksektor einen Namen. Nun sind sie aber wirklich bekannt, nämlich in den worldwide Charts. Mit "satellite", ihrem aktuellen Album, stiegen sie auf (eben wie ein Satellit) - und zwar ab in den Rock-Himmel. Cool!

Persönlich begann ich erst, mich für diese Typen zu interessieren, als ich deren Album auf dem Büchertisch in Uffenheim, bei einem RedBarchetta-Konzert, erblickte... :-)
Bühnenfoto   Im Prinzip finde ich sie fantastisch, denn sie machen Musik im Stil von...so...äh... Limp Bizkit. Allerdings hört der Kenner den feinen Unterschied - z.B. wenn man sich die Texte näher betrachtet, die nicht nur zeitkritisch angehaucht sind. Was P.O.D. allerdings von allen übrigen Interpreten unserer bisherigen ‚Musik und mehr'-Rubrik unterscheidet: sie haben nicht das Ziel, mit ihrer Musik zu missionieren, obwohl sie Wert auf ihren "spirituellen Background" legen. Ihr Name heisst schliesslich übersetzt so viel wie ‚fällig im Todesfalle'. Damit beziehen sie sich auf den Tag, an dem Jesus wiederkommt, auch Jüngstes Gericht genannt, um die Welt zu richten.

Ok. Nun aber mal harte Fakten, Fakten, Fakten. Die vier Herren stammen allesamt aus San Ysidro, auch Southtown genannt. Ihr erstes Zusammentreffen fand 1992 statt, zwei Jahre später erschien ihr erstes Album. Der grosse Durchbruch kam aber erst 1999, mit der CD "The Fundamental Elements of Southtown". Dafür gab's Platin und noch mehr... Für das in den USA Ende 2001 erschienene "Satellite"- Album regnete auch in Germany Auszeichnungen: Im Mai waren in Deutschland bereits 150.000 Platten verkauft worden - belohnt wurde das mit dem goldensten aller Metalle! Schlussendlich ein paar Worte zum Stil. Denn der ist bei P.O.D. gar nicht so leicht zu identifizieren! Vielleicht auch ganz gut, wenn man sich nicht in eine bestimmte Schublade stecken lässt - und so fabrizieren sie einen Stilmix aus Rock, Hiphop, Reggae und Hardcore... und noch manch andersklingenden Elementen! Auf jeden Fall klingt der schon aufgestiegene Satellit nach mehr!

Homepage: www.payableondeath.com

 
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