Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 52 (März 2002)

Fabers Welt - Campone

von Fabian/YPR

Fabers Welt - Campone   Es war kurz vor sieben. Die Spaghetti warn schon fast al dente. Nur welche Soße mach ich? Napoli. Immer gab es vor einem Auftrag Pasta. Gleichen würden meinen neuen Partner Michelle und Gregori kommen und noch nichts ist fertig. "Mensch Campone streng dich an, der erste Eintrug ist wichtig!" Zu spät, es klingelte. Ich hechtete zur Tür, cool sein heißt es jetzt. Ich traute meinen Augen nicht als ich öffnete. Profis wie sie im Buche stehen, sie topp gestylt nur in rot-weißem Lackfetzen. Er, drahtig im smarten schwarzen Anzug. ,,Tach, ich bin Campone, kommt rein!"

Doch sie warn locker drauf. Es machte ihnen nichts aus mir in der Küche zuzusehen. Nur Zeit zum fragen hatten sie. Wie ich bei meinem alten Clan bei einem Deal aufgeflogen sei? Wie wir vor lauter Schiss abhauten und ich mich nicht zu meinem Chef traute. Wie plötzlich der schwarze Rover vor mir stand und ich beim neuen Chef aus dem nichts eine Anstellung als Partner von Michelle und Gregori bekam. Puh, ich redete mich um Kopf und Kragen. Endlich war die Napoli fertig und wir schritten zu Tisch.
 

Campone erzählt Faber   Grad wünschte ich guten Appetit und hatte meine ersten Spaghetti im Mund als ich eine 7,5Kaliberknarre an meiner Schläfe spürte. Es kam von links, musste also Gregori sein. Was war los? Gregori: "Ich hoff du weißt, wem du alles zu verdanken hast, die neue Wohnung, der volle Kühlschrank usw...". "Klaro man, also eh... dem Chef, danke Boss!.", stammelte ich. Ich spürte wie der Druck auf meiner Haut nachließ und die beiden lächelten. Anscheinend war es Sitte, vor dem Essen dem Chef zu danken. Erst jetzt sah ich, dass es Gregoris kühler, großer Mittel- und Zeigerfinger waren, die mich zittern ließen. Was für ein Scherz. Immerhin fingen sie nun endlich an anzudeuten, was heute Abend geplant war. Wir sollten einfach in nem alten Schuppen auf nen Freund acht geben, der verwaltete angeblich die Kohle des Clans. Schön und gut dachte ich, doch interessierte mich viel mehr Michelle, die entweder mich besonders anguckte oder immer so schauen musste. Leider war das Essen schnell vorbei.

Jetzt brauch ich nur noch meine Knarre, dacht ich. Wo ich hab sie nur? Ach ja im Schlitz zwischen Armlehne und Sesselkissen. Sonst war das doch der typische Platz um die Fernbedingung stundenlang zu suchen. Hier überraschte mich Michelle. Scherzend entwaffnete sie mich mit einem kurzen Griff, entnahm das Magazin, gabs mir zurück und zeigte mir, dass sie in ihrer Waffe auch keins hatte. Jetzt war ich schon sauer, "Kommt, gehen wir!" knurrte ich, und ich muss den beiden Täubchen dann wieder aus der Patsche helfen, dacht ich. Wieso nehmen wir die Teile dann überhaupt mit? Doch Michelles Lächeln besänftigte, entweder lächelte sie mich besonders an oder sie lächelte immer so.
 

Gangster   Leider waren wir zu spät, da wir mit tiefergelegtem Gemeinschaftswagen bei einer Auffahrt stecken blieben und ich nicht riskieren wollten weiterzufahren. Schließlich endete das so, dass einer von uns "Scheiß drauf" sagte. Das kostete uns 40 Minuten. Doch das war anscheinend zu lang. Denn als wir im Danceclub ankamen, hörten wir schon weitem, das "Mr. Bank" schon was getrunken hatte. Und einmal angefangen, kann er nicht aufhören! Eigentlich ein cleveres Kerlchen, ließ er sich am BlackJack-Tisch ausnehmen. Da kann man nur verlieren. Wir gesellten uns zu ihm und überredeten ihn, ihn nach Hause bringen zu können. Als uns plötzlich vier Schränke aufforderten "unseren Freund" doch selbst entscheiden zu lassen. Michelle übernahm die Aufgabenverteilung. Stellte mich vor die Typen. Gregori ließ sie schon mal mit unserem "großen Kind" verschwinden. Ich verklickerte den Jungs, dass die Lady und ich geplant hätten weiterzuzocken. Als sich Michelle nach einer Weile umdrehte und fragte: "Na, was machen wir jetzt?", klang ich zugegebener Maßen unglaubwürdig! Jetzt hieß es nur verschwinden. Nach vorne ging es nicht, also schlängelten wir uns durch die Massen zu den hinteren Räumlichkeiten. Doch die Typen waren uns auf der Spur. Wir kamen in einen Gang mit lauter Türen und nahmen die erste Beste. Draußen hörten wir: "Wo sind sie nur?". Es war ein kleiner Raum. Michelle lächelte. Was soll ich tun? Drei Möglichkeiten boten sich mir:
 

  1. Die süße Michelle, flirtete sie nicht schon den ganzen Abend mit mir? Jetzt war die Gelegenheit gekommen, ihr einfach tief in die Augen zu schauen und zu küssen!
     
  2. Ich bin doch der Champ, hab mich die ganzen Jahre nicht umsonst immer rumgeprügelt. Ich sollte einfach mal rausgehen und mit den Burschen klaren Tisch machen!
     
  3. Oder Michelle etwas fordern. "Na, wo ist denn nun euer Boss? Meintest du nicht ihr habt ne andere Methode? Na dann zeig mal Madame!"

 
 

Ob und wie die Geschichte
weitergeht hängt nun von
euch ab!

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