Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 36 (September 1998)

GKR-Wahl 98 - Die Prognose

von Norman/YPR

Gesamtergebnis

   In der vergangenen Woche führte die Youthpaper eine Umfrage unter den Gemeindegliedern der Apostel-Johannes-Gemeinde durch. Es ging um die berühmte Sonntagsfrage, allerdings nicht auf die Bundestagswahlen bezogen, sondern auf die Gemeindekirchenratswahlen am 4. Oktober.

10 Kandidaten stellen sich zur Wahl, am Ende werden die 7 davon im neuen GKR sitzen, die die meisten Stimmen erringen konnten. Jeder Wähler darf bis zu 7 Stimmen unter den 10 Bewerbern verteilen, allerdings natürlich nur eine pro Kandidat. Es ist auch möglich weniger, also z.B. nur 4 oder gar nur ein Kreuzchen zu machen. Das gleiche galt selbstverständlich auch für unsere Umfrage.

Darüber hinaus wollten wir auch wissen: a) wie gut sich die Wähler informiert fühlen, und b) wie alt die Befragten sind. Letzteres ermittelten wir in 3 Kategorien: 1. Bis 25 Jahre, 2. Bis 50 Jahre, 3. Über 50 Jahre. Diese Einteilung in die verschiedenen Altersstufen beinhaltet natürlich im Einzelfall besondere Härten (mehrere 30jährige beschwerten sich über diese Art der Klassifizierung), war aber für uns unerläßlich, um unser Ergebnis auch bewerten und einordnen zu können.

Das Gesamtergebnis sah wie folgt aus:

Insgesamt nahmen 61 Personen an der Umfrage teil, davon waren 31 bis 25 Jahre, 23 bis 50 Jahre und 6 über 50 Jahre alt. 1 Person machte zum Alter keine Angaben. Daran können wir schon erkennen, daß unser Ergebnis also keinesfalls nur die Jugend und damit die Hauptleserschaft der Youthpaper widerspiegelt. Gleichzeitig muß man natürlich aber auch festhalten und das unterstreiche ich an dieser Stelle noch einmal, daß unser Gesamtergebnis natürlich nicht repräsentativ ist. Denn es ist nicht damit zu rechnen, daß 50% der Wähler jünger als 26 sind. Unser Gesamtergebnis ist also mit Vorsicht zu genießen. Wir werden später eine Annäherung an eine repräsentative Prognose versuchen. Im Blick auf unser Ergebnis müssen wir aber auch folgendes sehen: Bei der letzten GKR-Wahl 1995, nahmen 235 Wahlberechtigte teil, was einer Wahlbeteiligung von 6,7% entsprach. Wenn wir mit unserer Umfrage 61 Wähler erreicht haben, bedeutet dies, daß wir, verglichen mit 1995, mehr als ¼ der Stimmen als Berechnungsgrundlage haben, was natürlich keine schlechte Quote ist. Doch in diesem Zusammenhang muß natürlich die Fusion mit Senfkorn und damit verbunden die in diesem Jahr größere potentielle Wählerschaft berücksichtigt werden.

Doch zurück zu unserem Ergebnis. Danach wären also Herr Walter, Frau Tuchel, Frau Bechmann, Frau Bott, Frau Rousselle, Frau Logge und Herr Trostel im GKR, Frau Dreeke, Herr Raasch und Herr Buddin wären Ersatzälteste. Bemerkenswert sind die deutlichen Sprünge in der Reihenfolge: Während es zwischen Frau Tuchel (38 Stimmen) und Frau Rousselle (33 Stimmen) nur 5 Stimmen und zwischen Frau Logge (23) und Herrn Raasch (19) nur 4 Stimmen Differenz sind, ist der Abstand zwischen den 5 vorn Plazierten und den 5 in der unteren Hälfte deutlich. Zwischen den Plätzen 5 und 6 klafft eine Lücke von 10 Stimmen. Sowohl in der oberen, als auch in der unteren Hälfte sind die Abstände also sehr klein, was es uns natürlich schwer macht eine klare Prognose abzugeben.

Interessant und bemerkenswert sind die Ergebnisse in den einzelnen Altersstufen:

Bei den Jugendlichen haben wir also mit Kerstin Bechmann und Horst Walter zwei deutliche Favoriten, während es beim "Mittelalter" (26-50 Jahre) eine Führungsgruppe von 4 Kandidaten ist. Bemerkenswert: das "Mittelalter" bestätigt klar und deutlich den bisherigen GKR, da die 5 Kandidaten, die derzeit im GKR sind (Walter, Tuchel, Rousselle, Bott, Dreeke), auf den Plätzen 1 bis 5 liegen. Eine deutliche Wiederwahl. Dies ist im Bereich der Jugend zwar tendenziell auch so, aber nicht derartig deutlich, hier werden nur 4 der Ältesten erneut bestätigt und diese liegen auch nicht auf den ersten Plätzen.

Außerdem läßt sich ganz klar sagen, daß die Jugendlichen deutlich differenzierter und breiter gestreut wählen, als die Älteren. Während im "Mittelalter" Herr Walter als Spitzenkandidat das Traumergebnis von 91,3% Zustimmung erreicht und die dahinterliegenden auch gute Quoten haben (Tuchel 87%, Rousselle 82,6%, Bott 78,3%), hat Kerstin Bechmann als beste Kandidatin bei der Jugend "nur" eine Akzeptanz von 64,5%.

Ergebnis der bis 25jährigen

Zu dem Einzelergebnis bei den über 50jährigen haben wir keine Graphik erstellt, da hier die Grundlage mit nur 6 Teilnehmern zu schmal ist und keine schlüssigen Ergebnisse zuläßt. Erwähnenswert ist aber, daß Frau Logge und Frau Tuchel hier die optimale Zustimmung von 100% erhalten.

Noch ein Wort zu unserer Frage nach dem Informationsstand: Von den 61 Befragten fühlten sich 20 gut und 24 ausreichend informiert, zusammen also mehr als 2/3. Zwei Personen machten keine Angaben und 15 fühlten sich weniger gut informiert, wobei 2 davon angaben, dafür selbst schuld zu sein. Von diesen 15 weniger gut informierten kamen 12 (!!!) aus der Altersklasse bis 25 Jahre.

Ergebnis der 26 bis 50jährigen

Zum Schluß wollen wir es noch wagen, eine repräsentativere Prognose für die GKR-Wahl zu stellen. Hierbei gingen wir von der Annahme aus, daß sich die Gesamtwählerschaft am 4. Oktober altersmäßig wie folgt zusammensetzen wird: 1/6 bis 25 Jahre, 2/3 von 26 bis 50 Jahren und 1/6 über 50 Jahre. Beziehen wir diese Wählerkonstellation auf unsere Ergebnisse in den einzelnen Altersstufen, so ergibt sich folgende Prognose:

Wahlprogrnose

Doch Vorsicht, die Abstände zwischen den entscheidenden Plätzen 7 bis 9 sind denkbar knapp. (Bei den Angaben in Prozent ist natürlich zu berücksichtigen, daß bis zu 7 Stimmen verteilt werden dürfen und nicht nur eine, so erhalten wir natürlich als Summe nicht 100% wie sonst üblich.)

Unser abschließender Tip: Die 4 Bestplazierten unserer Prognose (Horst Walter, Brigitte Tuchel, Christiane Rousselle, Ruth Bott) werden sicher im neuen GKR sitzen. Die übrigen 6 Kandidaten werden um die verbleibenden 3 Plätze ringen, wobei Kerstin Bechmann, Petra Dreeke und Christel Logge die besten Chancen haben. Doch nun genug aller Prognosen und Mutmaßungen, die Entscheidung fällt am 4. Oktober. Die Auszählung erfolgt nach Schließung des Wahllokals um 18.00 Uhr öffentlich.

 
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