Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 32 (Dezember 1997)

Weihnachtskitsch

von Carsten/YPR

Da ist sie wieder, die Zeit des Gebimsel und Gebamsel. Lichten, Leuchten, Blinken, Scheinen. Kaufen, kaufen, kaufen. Wenn nicht Weihnachten wäre, käme man sich vor wie auf dem Rummel.

Warum wird eigentlich das, was wir das ganze Jahr über als extrem kitschig beschreiben würden, zu Weihnachten plötzlich ganz normal? Und warum ausgerechnet gerade zu Weihnachten?

Die Welt hat vergessen, worum es geht. Denn damals im Stall, da war kein Kitsch. Nicht ein bißchen. Da war bitterernste Armut, Kälte, Unbehaglichkeit. Kein Lichterglanz, kein Rummel, kein Happy Christmas. Und doch das einzig wahre Weihnachten.

Allerdings gab es Grund zu feiern. Mächtig zu feiern. Der Mensch, der unserem Leben erst Sinn gibt, wurde geboren. Der Mensch, der die wahre Liebe bringt.

Laßt uns also Weihnachten feiern. Mächtig feiern. Denn wenn es etwas zu feiern gibt, dann das.

Aber wenn wir uns blinkende Lichter in das Fenster hängen, dann laßt es uns für Gott tun. Denn Ihn sollten wir feiern. Nicht den Rummel. Nicht einfach nur mitmachen.

Wenn wir alles festlich schmücken, dann laßt es uns tun, weil wir hohen Besuch erwarten. Weil es schön sein soll für Ihn. Nicht weil es Brauch ist. Nicht weil es im Fernsehen kommt.

Und wenn wir Weihnachtsgeschenke kaufen, dann laßt es uns aus Liebe tun. Zu unserem Nächsten. Nicht aus Gewohnheit. Nicht weil die Werbung gut war.

Wenn wir das Weihnachtsspiel der Welt mitspielen, dann laßt uns nicht zulassen, daß wir beschummelt werden. Von denen, die Weihnachten kitschig gemacht haben. Die es zum Geschäft gemacht haben. Denn so können sie nicht gewinnen. Wir schon.

Weil Jesus geboren wurde.

Weil Weihnachten nicht kitschig ist.

 
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Rubrik Glauben