Youthpaper - die christliche Jugendzeitschrift

Ausgabe 18 (September 1995)

Nachgedacht

von Björn Logge

Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem anderen dient. Ob ihr nun eßt oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.

(1. Korinther 10, 23-24+31)

Kurz vor der Konfafahrt möchte ich mir dies wieder bewußt machen:

Ich darf alles tun, was ich möchte.

Folgt daraus nun, daß Sünde keine Sünde mehr ist, ein Fehltritt gegenüber Gott kein Fehltritt?
Mir ist alles erlaubt, da Sünde mich nicht mehr von Gott trennen kann - es scheint paradox -, wenn ich sie mir von Jesus abnehmen lasse.
Daraus ergibt sich ein entscheidender Schluß, daß nur dem, der mit Christus in fester Verbindung steht, wirklich alles erlaubt ist. Was er auch tut, es schadet seiner Beziehung zu Jesus nicht. Hier liegt aber der Knackpunkt. Es dient eben nicht alles dem Guten, da Sünde auch andere Menschen mitreißen kann. Sünde bleibt also Sünde.
Doch was heißt "dem Guten dienen"? Es heißt auf das Ziel Gottes hinarbeiten, den Menschen wieder mit Gott zu vereinen. Aber wenn mir alles erlaubt ist, so versteht sich von selbst, daß unter allem auch das eingeschlossen ist, was mich persönlich nicht aufbaut. Ich beginne also doch von alleine auszuwählen und auszuschließen.

Um nun dem Ziel Gottes näherzukommen, sollte ich meine Wahl so ausrichten, daß ich nicht meine eigenen Interessen am stärksten berücksichtige, sondern versuche, durch meine Entscheidung dem anderen zu helfen, wenn möglich sogar dazu, zu Gott zu finden.
Der Vers 23 in Bezug auf Vers 31 verdeutlicht mir, daß man generell und nicht nur im Extremfall sich die Frage stellen muß, wie man besser handelt. Denn unsere Aufgabe ist es, Gott durch unser ganzes Leben zu ehren!

Wachet, steht im Glauben, seid mutig und seid stark Alle eure Dinge laßt in der Liebe geschehen!

(1.Korinther 16, 13-14)

 
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Rubrik Glauben